Darkover ist eine Welt, die zahlreichen Büchern von Marion Zimmer
Bradley als Schauplatz dient. Der erste Roman aus dem Darkover
Zyklus erschien bereits 1968.
Das Besondere an Darkover ist das Aufeinandertreffen der
verschiedenen Kulturen der mittelalterlichen Darkovaner und der
raumfahrenden Terraner.
Dabei widmet sich Marion aber auch schwierigeren Themen. Die
Rolle der Frau in einer Gesellschaft ist ein großes Thema ihrer
Darkover Romane, besonders in den Geschichten um die Freien
Amazonen.
Dabei vergisst die Autorin nie um Toleranz für homosexuelle
Beziehungen zu werben, die auch Teil ihrer darkovanischen
Gesellschaft sind. Bemerkenswert ist hier unter anderem, das als
Höhepunkt des Darkover-Zyklus' angesehenes Buch Hasturs Erbe.
Für eine unbekannte amerikanische Schriftstellerin der späten
60er Jahre ist diese Zielsetzung - das werben für eine tolerante
Gesellschaft - sehr mutig.
Der Darkover-Zyklus ist also nicht nur eine einfache Erzählung
einer "Heilen Welt", über das Zusammenspiel von Gut und
Böse. Es steckt vielmehr Potential in den Büchern, die große
Teile der amerikanischen Gesellschaft mit einem Augenzwinkern
widerspiegeln oder einen Anstoß für eine "ideale"
Gesellschaft geben wollen.
Allerdings sind die Bücher hier auch sehr unterschiedlich - zu
recht, so sind sie doch innerhalb von 30 Jahren und nicht an
einem Stück entstanden.
Die Geschichte Darkovers wird zumindest im Sinne Marion Zimmer
Bradleys für immer unvollendet bleiben. Die Autorin starb im
September 1999.
Im Nachwort des Romans Hasturs Erbe findet sich eine
sehr gute Analyse des Darkover-Zyklus von Hans Joachim Alpers. (Moewig
bei Ullstein, 4.Aufl. 1997)
Biographie und
weiteres zu
Marion
Zimmer Bradley